Helga

 

Der Schrei und der Herbst


Du schreist, aber bleibst stumm
Du spürst den Schmerz, aber man sieht ihn nicht
Es schreit, es schreit, es schreit in die dunkle Nacht hinaus
Schrei mit Widerhall, leer
Verzweiflung
Wenn bunte Blätter fallen, ist der Winter nicht mehr weit
Eisigweiße Wolken brechen sich am klarblauen Himmel
Ich liebe die Nebelschwaden, wenn sie durch die Bäume kriechen
Und ich möchte am liebsten einen Baum anfassen
Und eins mit ihm sein
Ich möchte ein Baum sein oder ein Tier
Vielleicht ein Vogel oder nur die kalte Luft
Oder die perlenden Tropfen
Wenn sie deine Haut, dein Gesicht streifen
Wo zwei wache Augen hausen, blitzen
Und ein Pferd schnaubt den Boden auf
Ebenholzfarbenes Fell, glänzend

 

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