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Kreatives in Wort und Bild von Mitgliedern
und ehemaligen Mitgliedern unserer Selbsthilfegruppen "Angst und
Depressionen" und "Einsam und Depressiv"
Zu den Beiträgen von:
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Sandy: Feuer
Der kleine grüne Frosch
Es war einmal ein kleiner grüner Frosch.
Er lebte an einem kleinen, liebevoll hergerichteten Teich in einem
riesengroßen Garten. Tag ein Tag aus spielte er mit seinen Freunden. Sie
machten an Land Weitsprungwettbewerbe und kämpften um Platz 1, wenn es
darum ging, wer die längste und schnellste Zunge beim Fliegenfangen hat.
Auf dem Wasser spielten sie Fangen mit verbundenen Augen auf den
Seerosen. Wer ins Wasser fiel, hatte natürlich verloren.
Doch jeden Tag kam der
kleine grüne Frosch ganz traurig und triefnaß nach Hause und warf sich
bitterlich weinend in die Arme seiner Mami. "Ach, Mami, Mami; immer
wieder bin ich der Verlierer und alle meine Froschfreunde lachen schon
über mich! Ich bin nicht nur langsam, habe die kleinste Zunge und bin
der Schwächste im Weitsprung, nein, zu allem kommt auch noch hinzu, daß
ich mir immer noch nicht merken kann, wo die Seerosenblätter sind und
springe immer wieder daneben! Ich kann aber auch nichts richtig machen!"
Dem kleinen, traurigen Frosch lief eine dicke Kullerträne über die
Wange.
Seine Mami wischte sie
ihm liebevoll aus dem Gesicht und nahm ihn ganz fest in den Arm: "Ach,
Söhnchen! Sei nicht traurig! Du bist noch so klein und jung und hast
noch so viel zu erleben und zu lernen. Aber ich sage dir, dass auch du
etwas kannst, was richtig, gut und besser ist. Denn jeder Frosch wird
mit einer wundervolle Gabe geboren. Du hast sie nur noch nicht an dir
entdeckt! Doch es wird die Zeit kommen, in der niemand mehr über dich
lachen wird!" Die Froschmami drückte dem verwundert guckenden Fröschchen
ein Küsschen auf die Wange und streichelte über seinen Kopf.
Er wußte zwar nicht
genau, was seine Mami meinte, aber irgendwie ging es ihm besser. Er ging
nach dem Abendbrot beruhigt ins Bett und freute sich auf den nächsten
Tag, denn er wollte sich auf die Suche nach seiner Gabe machen!
Aufgeregt erwachte er am nächsten Morgen und ging direkt nach dem
Frühstück los. Als er am Teich vorbei kam, riefen ihm seine
Froschfreunde zu: "Hey, Kleiner, Lust mit uns zu spielen? Wir brauchen
noch einen Verlierer! Hahaha!" Und alle lachten wieder über ihn. Doch
der kleine grüne Frosch dachte an das, was ihm seine Mami gesagt hatte
und ließ sich nicht beirren:" Ihr werdet schon sehen: Wer zuletzt lacht,
lacht am besten!" Und so ließ er sie alle verblüfft links liegen und
ging weiter.
Nach kurzer Zeit kam er
an einem Haus an. Eine riesige Menschenmasse lief unruhig vor dem Haus
herum. Und dann sah der kleine grüne Frosch, dass das Haus lichterloh
brannte. Er hüpfte vorsichtig zwischen die Menschenfüße, die wild
durcheinander rannten. Da sah er sie: die Feuerwehrmänner mit ihren
langen Schläuchen und den gelben Helmen! Sie standen ganz dicht am Haus
und richteten den großen Wasserstrahl direkt in das Feuer. Es dauerte
nicht lange und die Flammen erloschen. Da hörte der kleine grüne Frosch,
wie ein Mensch zu einem anderen sagte: "Mann, die haben eine sehr
schwere Aufgabe zu erfüllen! Zum Feuerwehrmann muß man geboren sein!"
Und alle Menschen fingen an zu klatschen und bejubelten die
Feuerwehrmänner!
In diesem Moment ging
dem kleinen grünen Frosch ein Licht auf: "Ich will Feuerwehrmann werden!
- Nein, ich bin ein Feuerwehrmann!" Und so ging er glücklich vor sich
hin pfeifend wieder nach Hause und berichtete seiner Mami, dass er seine
Gabe gefunden hatte. Seine Mami klopfte ihm sanft auf die Schulter und
nickte ihm zustimmend zu.
Und wie der Zufall es
wollte, rief plötzlich jemand von draußen:" Feuer, Feuer, es
brennt......was sollen wir jetzt tun....?" Der kleine grüne Frosch
rannte rasch nach draußen und sah, wie das Haus der Nachbarn brannte.
Ein Mensch hatte eine brennende Zigarette auf das kleine Froschhäuschen
geworfen. Doch der kleine grüne Frosch wußte sofort als einziger, was zu
tun war. Schnell pflückte er sich eine Butterblume und setzte sie sich
auf den Kopf. So hatte er schon mal einen Feuerwehrmannhelm. Danach
rannte er zum Teich, knickte ein Bambusrohr ab und zog so viel Wasser in
das Rohr, bis es voll war. Er machte das, wie wenn er Teichgrütze durch
einen Strohhalm zieht. Er drehte sich um, spurtete zu dem brennenden
Haus und prustete das ganze Wasser in die Flammen. Das Feuer erlosch
sofort! Und die gesamte Froschgemeinde applaudierte und jubelte dem
kleinen grünen Frosch zu. Einige Frösche nahmen ihn auf die Schultern,
trugen ihn durch die Reihen und seine Freunde schüttelten ihm stolz die
Hände.
Und wenn der kleine grüne Frosch nicht
gestorben ist, dann löscht er heute noch Feuer und es wird nie wieder
jemand über ihn lachen!
Sandy

Sandy: Blicke
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Y |
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Vor
langer Zeit
Vor langer Zeit hab ich
geglaubt, da kommt nichts mehr
und jeder Schritt so unsagbar
schwer
Vor langer Zeit da war mein Lachen nicht mehr da
und alles
Schöne für immer vergessen war
Vor langer Zeit ein schwarzes Loch mich verschlingen wollte
und kein Gedanke, warum dagegen kämpfen ich sollte
Vor langer Zeit beherrschte die Angst mein Leben
und keiner
konnte mir Hoffnung geben
Doch dann auf einmal ist etwas geschehen,
was alles aufs
neue ließ entstehen
Mein Lachen - zurück wie ein alter Freund
und ich habe nicht
mehr so viel geweint
Ich konnt all das Schöne wieder erkennen
wunderschöne Dinge
beim Namen benennen
Das schwarze Loch - es löste sich auf.
Das Leben nahm wieder
seinen Lauf.
Die Zukunft - sie erscheint wieder offen und klar,
als wenn
nie was andres gewesen war.
Erkenntnis für mich, denn die dunkle Zeit,
das schwarze Loch, meine
Einsamkeit,
war wichtig für mich, für mein
weiteres Leben
sie sollte mir "mich selbst"
zurückgeben.
November
Novembermorgen -
so kalt, so grau, so
dunkel
Nächte, die nicht
enden wollen -
Tage, die nicht
beginnen
Woken -
ein Schleier, eine
Wand, undurchdringlich
der Himmel scheint
uns immer näher zu kommen
oder ist er in der
Wolkenwand verschwunden?
Bäume -
die letzten Blätter
fallen zur Erde
bunte Farben, das
letzte Aufbäumen gegen das Grau
kahl bleiben die
Bäume zurück - wartend...
Stürme -
ein Raunen, ein
Heulen - ein mächtiger Chor
der uns in diesen
Tagen begleitet
furchtsam, fröstelnd,
zitternd - begegnen wir ihm
da - plötzlich - ein
heller Schein
eine Kraft, die
stärker ist, als die Dunkelheit
die Sonne - nur kurz
lugt sie hervor
und es ist, als wenn
sie uns zulachen würde
Novembermorgen -
wie schön es ist, im
warmen Raum zu sein,
Das Grau von drinnen
zu beobachten
eingehüllt in einer
Decke, mit einem warmen Tee
Wolken -
eine Wand? Sie ziehen
- ich schaue ihnen nach -
und beginne - zu
träumen -
wohin mag die Reise
gehen?
Bäume -
welch wundervolle
Farben halten sie
für uns noch bereit
wie majestätisch sie
auch jetzt noch aussehen
Stürme -
sie wehen die Blätter
auf der Erde davon -
ein lustiges Gemisch
aus bunten Farben
sie schieben die
Wolken zur Seite
und heraus kommt -
die SONNE
die warm in unsere
Herzen scheint - wenn wir sie dafür öffnen

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Y |
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Es ist nicht
einmal Mitternacht ...
... und schon bin ich wieder aufgewacht.
Diese Träume, die Erinnerungen
sie lassen mich nicht in Ruhe.
Diese Träume, die Erinnerungen
sie lassen mich nicht in Ruhe.
Die Sehnsucht nach einem Neuanfang,
ist stark und verstärkt den inneren Drang.
Aber diese Träume, die Erinnerungen
sie lassen mich nicht in Ruhe.
Diese Träume, die Erinnerungen
sie lassen mich nicht in Ruhe.
Es geht mal auf und es geht mal ab,
und der Berg ist noch immer nicht geschafft.
Denn diese Träume und Erinnerungen
sie lassen mich nicht in Ruhe.
Diese Träume, die Erinnerungen
sie lassen mich nicht in Ruhe.
Man denkt, dass man diese Träume und
Erinnerungen ruhen lassen sollte.
Aber -Nein- es ist so falsch,
denn so bleiben sie immer da.
Diese Träume, die Erinnerungen
sie lassen mich nicht in Ruhe.
Deshalb versuch sie zu verstehen,
sie zu akzeptieren.
Denn diese Träume und Erinnerungen
kannst Du besiegen.
Denn diese Träume und Erinnerungen
lassen Dich dann endlich in Ruhe.
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Y |
Baby
(Skulptur
nach einem antiken Gipsabguss)

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Baumkerze
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(Wachsguß)

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Y |
| Ein
Lächeln Lächle,
wenn die Sonne scheint, wenn liebe Menschen Dich umgeben;
und auch. wenn alles in Dir weint - ein Lächeln gibt Dir
neues Leben !
Ein Lächeln ist wie eine Tür, es macht die Seele weit -
es ist der Weg von Dir zu mir, es spricht von
Menschlichkeit.
Verschenk Dein Lächeln immer neu, dies kleine quentchen
Glück;
und schau, es ist wie Zauberei - es kommt zu Dir zurück !
Depression
Kennst Du das Zittern in den Beinen?
Die schwere Last auf dem Gemüt?
Doch Tränen kannst Du nicht mehr weinen,
weil alles sich zusammenzieht.
Du fühlst Dich müde und sehr schwach,
Dein Herzschlag hämmert ohne Ruh.
Du kannst nicht schlafen und liegst wach,
die Augen fallen Dir fast zu.
Kennst Du auch das Gefühl im Magen?
Er dreht sich um und Dir ist schlecht.
Das Essen willst Du Dir versagen,
denn es gibt nichts mehr, was Dir schmeckt.
Die Kälte steigt in Dir empor,
Du glaubst, der Tod sei nahe schon;
Du stellst Dir etwas Schönes vor -
doch es erscheint Dir nur als Hohn!
Kennst Du die Angst, die Dich befällt,
die Dich halb lähmt, halb unruhig macht?
Die alles, alles Dir vergällt -
Du sehnst Dich nach der dunklen Nacht.
Sie bringt Dir die Geborgenheit,
die Dir der Tag nicht geben kann -
und doch ist da die Einsamkeit,
dort, wo sie aufhört, fängt sie an.
Kennst Du die Träume dieser Zeit?
Du klammerst Dich ganz fest daran!
Die Hoffnung lehrt Dich Duldsamkeit,
weil es doch nicht so bleiben kann!
Es kommt die Stunde ohne Pein,
sie ist für Dich das höchste Glück!
Genieß' sie ganz für Dich allein -
der Fluch weicht langsam....,
Stück um Stück.
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Hunger in Afrika
(Kohlezeichnung)

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