Inhaltsverzeichnis Wege  (Links öffnen sich in Neuem Fenster)

 

Einen speziellen Beitrag zum Thema "Wege aus der Depression" siehe auch unter dem Titel

Der Tag ist finsterer als die Nacht

Versuch über die Depression von Christian Reichard
... und auf dieser Seite finden wir noch weitere, sehr interessante Artikel!


Ein anderer Weg der Psychotherapie

Die anthroposophisch erweiterte Psychotherapie


Bündnis gegen die Schwermut

Freundlicherweise zur Verfügung gestellt von DIE ZEIT (Wissen 51/2001)


Selbstregulation

Mensch, reguliere Dich selbst!


Wege aus der Depression
(von Dr. Dr. med. H. Mück)


Berliner Bündnis gegen Depression
(Informationsdienst Wissenschaft)


Dr. Peter Petersen

Gefährte meines Lebens - Über den therapeutischen Dialog

Weine aus die entfesselte Schwere der Angst zwei Schmetterlinge halten das Gewicht der Welten für dich und ich lege deine Träne in dieses Wort:     Deine Angst ist ins Leuchten geraten. (Nelly Sachs)

Der Gefährte ist der Therapeut. Die genaue Übersetzung des alt-griechischen Hauptwortes `ho therapoon´(der Therapeut) lautet: der Gefährte, der Begleiter, der Diener. Das altgriechische Verbum `therapeuo´ bedeutet begleiten, dienen. Im Griechischen klingt im Worte `ho therapoon´ noch die Dreiheit von Begleiter, Diener und Gefährte zusammen - in unserer Sprache ist dieser Klang auseinandergefaltet. Wenn ich Gefährte sage, so meine ich auch Diener und Begleiter mit. Der Therapeut begleitet seinen Patienten auf dem Wege des Leidens - am „Leitseil des kranken Leibes“ gibt er ihm das Geleit. Als Gefährte macht er sich mit seinem Patienten zusammen auf den Weg der Erfahrung - das Leid zu erfahren mit seinen verschlungenen Pfaden. Neulich sagte mir eine Patientin, sie brauche meine Hilfe, um den Ariadnefaden im Labyrinth ihres Leidens aufzuspulen. Der Gefährte hat um die Fährnisse des Weges zu wissen. Sein diagnostisches Wissen ist ein notwendiges Mittel, um sich nicht in den Gefahren unnötig zu verstricken; aber das Wissen um die Gefahren ist ungenügend, um den Weg in seiner Länge durchzuhalten - denn ein Ende ist häufig nicht abzusehen. Als Diener ist er der Schemelhalter seines Patienten - er braucht Gelenkigkeit, um niederzuknien, und er braucht Kraft, um dem Gewicht seines Patienten standzuhalten.

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